Deutscher Rittertag

vom 1.- 3. Tag im Wonnemond

A.D. 1900 und 64 dazue

auf Burg Falkenfels

zue Strupinga

800 Ritter “sippten zue Strupinga”

Straubing war Tagungsort des Deutschen Ritterbundes

- Grandioses Festkapitelum im Kronensaal - neuer Hochmeister Carolus von Frankenburg -

 

21 deutsche und zahlreiche österreichische Ritterbündnisse waren am verlängerten Wochenende zur Tagung des Großkonvents des Deutschen Ritterbundes in Straubing anwesend. Der Höhepunkt war das grandiose Festkapitelum im Kronensaal, bei dem man sich in die mittelalterliche Welt der Herzogstadt Straubing zurückversetzt fühlte. Die Anwesenheit von Oberbürgermeister Stiefvater und Bürgermeister Ernst maß der Veranstaltung eine bedeutende Rolle bei. Zum neuen Hochmeyster des Deutschen Ritterbundes wurde Carolus von Frankenburg, Großmeyster der Wallensteiner, gewählt. Die alte Bundesleitung unter Kunz von Kauffungen hatte aus gesundheitlichen Gründen um Ablösung gebeten.

Am Freitagabend nahm Hochmeister Kunz von Kauffungen in der Gaststätte Dietl-Bräu die Begrüßung vor. Am Samstagmorgen war auf der Burg der Falkenfelser, für die die Ausrichtung der Tagung eine große Auszeichnung und Ehre war, die Landesmeystertagung, bei der die einzelnen Bündnisse mit geschäftlichen und ideellen Beratungen wieder “aufgerüstet” wurden. Hochmeister Kunz von Kauffungen gab einen Rückblick auf die zwei verflossenen Jahre seit dem letzten Konvent. Der Ausblick auf die nächste Zeit beinhaltete vor allem den Wunsch nach tatkräftigem und jungem Nachwuchs.

Bei der Neuwahl wurde der Wunsch der bisherigen Bundesleitung, aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten zu wollen, respektiert. Neuer Hochmeister wurde Carolus von Frankenburg. Am Nachmittag wurde die Beratungen fortgesetzt. Die Ausrichtung der Tagung des Großkonvents im Jahre 1966 wurde den Hanserittern in Bremen (bestehen nicht mehr) übertragen. Der Höhepunkt der Veranstaltung war das große Festkapitelum am Samstagabend im Kronensaal. Festfanfaren kündeten mit “ Recken und Sassen rüstetet Euch” den Beginn an. Der Burghauptmann der Falkenfelser erstattete Burgmeldung. Unter Fanfarenklang marschierten die einzelnen angekündigten Bündnisse ein, in ritterlichem Festornat. Ehrengäste waren die Bündnisse aus Österreich mit ihrem Hochmeister Hartmann von Allmegg.

Josef Schmalhofer sang das Largo aus Xerxes von G.F. Händel. Oberbürgermeister Stiefvater und Bürgermeister Ernst wurde nach den Begrüßungsworten der kreisende Humpen gereicht. Nach der “ Schmuspause” wartete der Agnes-Bernauer-Festspielverein mit einer Szene aus dem Freilichtspiel “ Die Agnes Bernauerin zu Straubing” auf, die begeisterten Beifall fand. Am Sonntag fand im alten Friedhof eine Kranzniederlegung zu Ehren der verstorbenen Recken und Sassen statt. Am Nachmittag unternahm man eine gemeinsame Fahrt durch den Bayerwald. Wie sich zeigte, hatten die Falkenfelser das beste “Rüstzeug” zur Austragung dieses Deutschen Rittertages in der historischen Stadt Straubing, die man wohl bewußt als Tagungsort gewählt hatte.

Bericht: Straubinger Tagblatt vom Mai 1964

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