Gruppenbild mit Gästen zum 125-jährigen Bestehen
A
m 20. Tage im Brachmond gab sich der Ritterbund Falkenfels zue Strupinga die Ehr, auf 125 Jahre Geschichte zurückzublicken. Der Einladung folgten der Puchberger Ritterbund im Schweinachgau zue Winzer, der Drachensteyner Ritterbund zue Pfaffenberg, die Natternberger Ritter zue Pledelingen und der Markgrafenritterbund Deutsches Heim zue Vurthe. Auch aus Strupingas Gemarkungen durfte man illustre Gäste begrüßen. Zwei Vertreter der Hohen Schlaraffia Strubinga, einer von ihnen sogar Ehrensasse in unserem Bunde, sprengten zu diesem Festanlass über die Zugbruck, um die lange Verbundenheit beider Sassenschaften zu feiern. Besonderer Gruß galt dem Hausherrn, Herrn Pfarrer Helgert, dessen Wohlwollen uns seit einigen Jahren unsere Bleibe beschert. Zur musikalischen Umrahmung holte sich unser Wohledler Burgmusicus Harro von Jochenstein diesmal tatkräftige Unterstützung von zwei Musikerinnen der Saxophon-Gruppe „Die Rieder Sax’n“.
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n seiner Begrüßung fühlte sich der Hochedle Großmeyster Bernhard von Stauff zue Ehrenfels Angesichts der anwesenden Bündnisse an Tage erinnert, die ebenso wie unsere Wiedergründung nur noch wenigen lebhaft im Gedächtnis sein wird. Sah er doch anlässlich des Gründungsfestes des Falkenfelser Ritterbundes im Rempter die „Wiedervereinigung des altehrwürdigen Donau-Wald-Gaues“, dass seinerzeit noch sein Oheim, der Wohledle Ulrich der Hattenauer auf Winzer, gerne und weit bereiste.
B
ereits vor dem Kapitel wurde für reichlich Speiß und Trank gesorgt, damit die Gäste die nötige Kraft für das von Hitze geprägte Festkapitel erhalten sollten. Nachdem dann dem Protokoll durch Burgsicherung, Kapitelweihe und den gebotenen Burg- und Bannfrieden genüge getan war, wurden in feierlichem Rahmen einige verdiente Recken geehrt. Zuförderst jedoch ließ es sich der Hochedle Großmeyster nicht nehmen, seinen Amtsbruder Bernhard den Traupeckh, Großmeyster des Drachensteyner Ritterbundes zue Pfaffenberg, vor versammelter Sassenschaft mit dem Ehrenband unseres Bundes als äußeres Zeichen der Ernennung zum Ehrengroßmeyster auf Burg Falkenfels auszustatten. Im Anschluss ließ Bernhard von Stauff zue Ehrenfels den wohledlen Kanzelarius Ascuin de Zidlarin vor den Hohen Thron rufen und dankte ihm für seine jahrelange Mühwaltung in der Schreibstub und auch als Gebietiger. In Dankbarkeit für seine Dienste verlieh er ihm den Falkenfelser Treueorden. Weiter wurde auch der Wohledle Wilhelm von Paulsdorf zue Falkenfels vor den Hochsitz gerufen. Der Hochedle Großmeyster bedachte auch ihn mit lobenden Worten und erhob ihn für seinen Einsatz als Freygraf und Chronist für Herold und magisches Fenster in den Stand des Komtur.
Aufgrund besagter gnadenloser Hitze wurde im Anschluss unter allseitigem Beifall Mantel- und Barrett-Freiheit gewährt.
Für den
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estvortrag wurde der Hochedle Alt- und Ehren-Großmeyster Philipp der Urschenbeckh in die Rostra gebeten. Er brachte in vortrefflicher Weise einen Rückblick auf die Entstehung und Geschichte der europäischen Ritterschaft, in die er gekonnt auch die Historie unseres Bundes einfließen ließ. So erhielt man beinahe den Eindruck, sich selbst auf einer Reise durch die Zeit zu befinden, was der andächtig lauschende Rempter zu bestätigen schien. Der Vortrag, der insgesamt ca. 20 der Minütelein gedauert hat, ist hier als
Nachdruck
zu lesen. Hierfür danken wir dem Hochedlen Alt- und Ehren-Großmeyster gar herzhaft.
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benso interessant und fundiert brachte nach einer kurzen Lüftungspause auch der Wohledle Zeremoniar Heinrich von Moosdorf seinen Vortrag zu Gehör. Er präsentierte dem Festsaal sprichwörtlich das Gewehr. Gemeint ist hiermit ein von ihm selbst liebevoll restauriertes Exemplar, zu dessen Geschichte er berichtete und dabei auch auf dessen möglichen Weg aus den Reihen der französischen Kavallerie in den tiefen Bayerischen Wald einging. Als besondere Zugabe konnten interessierte einen Blick auf das Gewehr und auch einige der verwendeten Geschosse werfen und diese sogar in die Hand nehmen.
In seiner
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redigt ging auch der Wohledle Burgpfaff Albrecht zue Schambach kurz auf die Geschichte des Bundes ein. Besonders ging er dabei auf das Gelöbnis ein, welches ein jeder Recke bei seinem Ritterschlag leistet. Auch die ritterlichen Tugenden und der Bedeutung hob er nochmals hervor. Er beendete auch diesmal seine Predigt mit den Worten „Auch in St. Georgs Namen“, was die Sassenschaft wie aus einem Munde mit dem nötigen „Amen“ ergänzte.
N
ach einer weiteren Lüftungspause rüstete man sich erneut in festlichem Mantel zur Vorbereitung auf die Mitternachtsweihe mit Gedenken an die verstorbenen Recken. So manch ein Auge wurde in ehrendem Gedenken benetzt und dennoch feierte die Festcorona im Anschluss wieder die Freundschaft und die Bruderliebe. So fand ein gar feierliches Kapitel zum Gedenken an die 125 Jahrungen Falkenfelser Geschichte einen fürtrefflichen Ausgang im Kreise gleicher im Geiste.